Zu Wenig • Onkel Rudi • Mea Culpa

 Der 3. Jahrgang des Mentoring-Programms des Filmhaus Köln präsentiert seine Arbeit! Entstanden sind neun Filme, die nun im Filmhaus am Wochenende 6. und 7. Juli 2024 ihre Premiere feiern. In sehr unterschiedlicher Form erzählen die diesjährigen Filme große gesellschaftspolitische Themen wie Familie, Migration oder auch Gender in ihren jeweiligen - oft sehr persönlichen - Welten.

Block 1: Samstag, 6. Juli 13:00 - 16:00 Uhr | Tickets ausschließlich online

ZU WENIG von Valeriia Butakova (Ani-Dok, 16 Minuten, 2024)

Seit sie denken kann, hat ihr immer etwas gefehlt – „Zu wenig“ erzählt die Geschichte einer Person, die ihre Heimat verlassen hat, um genau das zu finden. Doch das Gesuchte scheint nirgendwo zu finden zu sein. Im Bemühen, ihre Fernfreundschaften aufrechtzuerhalten, kämpft sie mit der Abwesenheit einer greifbaren Heimat und dem unerwarteten Fehlen von Heimweh. Der Film beschreibt poetisch die tief empfundene Leere und den Wunsch, inneres Gleichgewicht zu finden. Die Hauptfigur versucht, diese Sehnsucht zu überwinden und Zufriedenheit zu erreichen, auch wenn das Gesuchte vielleicht niemals greifbar sein wird.

ONKEL RUDI von Katharina Frölich (Dokumentarfilm, 67 Minuten, 2024)

Wie soll über Vorfahren gesprochen werden, die schwere Verbrechen begangen haben? Wer erzählt welche Geschichten? Und warum erinnern wir uns an unterschiedliche Dinge? In Aushandlung mit ihren beiden Onkeln und der eigenen Mutter, den direktesten Nachfahren ihres Großonkels Rudi, hinterfragt die Filmemacherin die eigene Familienerzählung.

Der Film sucht in einem unheimlichen Raum zwischen Erinnern und Vergessen, Verdächtigen und Beschönigen, Einordnungsversuchen und der ambivalenten Hoffnung, dass die eigene Familiengeschichte doch ganz anders war.

MEA CULPA von Lukasz Bartosz Sierpinski  (Dokumentarfilm, 45 Minuten, 2024)

Wenn Machtmissbrauch in einer Institution entlarvt wird, welche Anspruch auf ein Moral-Monopol erhebt, geht damit eine Sichtbarmachung von Ungerechtigkeit einher. Im Falle von Kindermissbrauch sind Wut und Hilflosigkeit besonders groß. Rafael, der im katholisch geprägten postkommunistischen Polen aufwuchs, fand seinen eigenen Weg, auf die Verbrechen der Kirche zu reagieren: seit Jahren gestaltet er Devotionalien um. Nun widmet er sich dem Kult des ehemaligen polnischen Papstes, Johannes Paul II.

 

 Mit dem Mentoring-Programm des Filmhaus Köln werden insbesondere Menschen ab 18 Jahren unterstützt, die bisher nicht die Möglichkeit hatten, sich als Filmemacher*innen auszuprobieren. Zu Beginn des Programms machten sich die Teilnehmenden in einer Workshop-Reihe mit Dramaturgie, Regie, Schnitt und anderem Handwerkszeug des dokumentarischen Arbeitens vertraut. Hierfür veranstaltete das Filmhaus Köln sechs Workshops mit Expert*innen aus den Bereichen Ideenentwicklung, Kamera, Regie, Ton und Schnitt. Während der Entstehung der Filme standen die Mentor*innen den Teilnehmenden weiterhin mit Rat und Tat zur Seite. 

Spielzeiten und Tickets: Zu Wenig • Onkel Rudi • Mea Culpa

KONTAKT

menu icon

Kino (Tickets/Programm):    0221-33770515

Bereichsauswahl

Ansprache

Durch Klick auf den nachfolgenden Button Senden, erklärst du dich einverstanden, dass wir deine Angaben für die Beantwortung deiner Anfrage bzw. Kontaktaufnahme verwenden. Weitere Informationen zum Umgang mit deinen persönlichen Daten findest du in unserer Datenschutzerklärung.