Architektur und Glück: Le Corbusier / Neue Nationalgalerie

Une ville à Chandigarh: Le Corbusier
IND 1966 • 50‘ • Regie: Alain Tanner

Nachdem ein Teil der indischen Provinz Pandschab 1947 dem neu geschaffenen Staat Pakistan zugeschlagen worden war, begann Albert Mayer mit der Planung einer neuen Hauptstadt für den bei Indien verbliebenen Teil: Chandigarh. Ab 1950 war Le Corbusier für die Gesamtplanung und insbesondere für die repräsentativen Großbauten des Regierungsviertels verantwortlich. Architektonisch eine der modernsten Städte dieser Zeit wurde Chandigarh in archaischer Weise von Hand gebaut. Die Impressionen aus dieser horizontalen, durchgrünten Stadt sind in langen Einstellungen und Kamerafahrten eingefangen.

Alain Tanner dreht seinen Film ein Jahr nach dem Tod Le Corbusiers, als vieles noch im Bau und manches erst in Planung war. Die Stadt, die Indiens Unabhängigkeit ein neues stadträumliches und bauliches Gesicht geben sollte, wird nicht alle Versprechen des sozialgesellschaftlichen Aufbruchs einhalten. Dennoch teilt der Film den Optimismus des Architekten, etwa in der Einschätzung, die Architektur könne den Menschen helfen, ihre Vorstellungen zu klären, Unterscheidungen zu treffen und (neue) Verknüpfungen herzustellen. Auch wenn dies möglicherweise erst langfristig Auswirkungen haben kann.

Die neue Nationalgalerie 
D 2017 • 48‘ • Regie: Ina Weisse

Die Neue Nationalgalerie von Ludwig Mies van der Rohe ist eine Ikone der Architektur des 20. Jahrhunderts. Sie gilt nicht umsonst als sein radikalstes und kompromisslosestes Bauwerk. 1968 wird die Neue Nationalgalerie eröffnet. Fast fünfzig Jahre später begibt sich Ina Weisse auf eine Spurensuche in die Tage der Erbauung dieses einzigartigen Hauses. Ina Weisse ist die Tochter des Architekten Rolf Weisse, der seinerzeit im Büro von Mies van der Rohe in Chicago arbeitete und an der Planung der Neuen Nationalgalerie beteiligt war. In zahlreichen Interviews mit ihrem Vater, mit Mies van der Rohes Enkel Dirk Lohan und dem mit der Sanierung beauftragten Architekten David Chipperfield sowie Architektur- und Stadthistorikern geht Ina Weisse der Frage nach, wie die Neue Nationalgalerie damals entstanden ist und was für eine Weltanschauung in Mies van der Rohes Gebäude zum Ausdruck kommt. Der Film rekonstruiert den Planungs- und Bauprozess und veranschaulicht, welche Herausforderungen das ungewöhnliche Bauwerk bis heute an seine Nutzer stellt. – (Filmgespräch mit Ina Weisse im Anschluss)

 

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