
Meshia, eine junge Machiguenga, findet am Flussufer im peruanischen Urwald den bewusstlosen, seit zwei Jahren vermissten Iván. Sie bringt ihn in ein Krankenhaus in der Stadt Quillabamba. Nach einer Augenoperation kehrt er zu seiner Familie zurück, wo auch Meshia unterkommt und Arbeit in einer Bar aufnimmt. Schon bald gerät sie jedoch zwischen Schönheitswettbewerb und aufgegeilten Männern auf undurchsichtiges Terrain, während Iván kein Wort mehr spricht. Sein eingeschränktes Sehvermögen gaukelt ihm eigenartige Bilder vor – auf handentwickeltem Super-8- und 16mm-Film atmosphärisch eindrucksvoll realisiert.
Punku (das Quechua-Wort für Tor) ist eine verstörende Bestandsaufnahme des Erwachsenwerdens im modernen Peru, die vor drastischen und deutlichen Bildern nicht zurückschreckt. Der semidokumentarische Film mischt eine spätkapitalistische Wirtschaftsordnung und eine von traditionellen Werten geprägte Kultur. Die indigenen Jugendlichen verbreiten ihr Leben hier via TikTok; homöopathischen Wundermitteln vertraut man wie der modernen Medizin. Durchsetzt mit autobiografischen Elementen wird die ungewöhnliche Freundschaft zwischen Iván und Meshia gezeichnet, Außenseitern, die zusammenfinden.
| Regie | J.D. Fernández Molero |
|---|---|
| Besetzung | Marcelo Quino, Maritza Kategari, Ricardo Delgado, Hugo Sueldo |
| Produktion | PER/ES 2025 |
| Länge | 132 Min |
| Sprachfassung | OmeU |
Gast: J.D. Fernández Molero (Q&A in Englisch)