
Der Eröffnungsfilm des IFFF Dortmund+Köln setzt sich mit einem Thema auseinander, das das Festival schon lange beschäftigt: Seit dem Abzug der Taliban 2001 und einer Öffnung der Lebensräume für Frauen arbeitet das Festival immer wieder mit Filmemacher*innen aus Afghanistan. Mit dem Eröffnungsfilm würdigt das Festival eine der wichtigsten Regisseur*innen Afghanistans: Shahrbanoo Sadat.
In No Good Men, der gerade Februar die Berlinale eröffnet hatte, wirbelt Sadat nicht nur Genderrollen durcheinander, sondern auch unsere Vorstellung von afghanischen Frauen – und Männern. Mit viel Leichtigkeit, Humor und Hingabe erzählt der Film eine Liebesgeschichte kurz vor dem sogenannten Fall von Kabul im Sommer 2021.
Naru (gespielt von Sadat selbst) erkämpft sich einen Job als Kamerafrau beim wichtigsten TVSender Kabuls. Desillusioniert durch ihren unfähigen Ehemann, der sich weder um sie noch ihren gemeinsamen Sohn kümmert, hat sie mit den Männern ihres patriarchal geprägten Landes für sich abgeschlossen. Umso überraschter ist sie, als ihr Arbeitskollege Qodrat ihren beruflichen Einsatz in einer Teambesprechung öffentlich lobt. Nach kurzer Zeit sind die beiden unzertrennlich – bis die Taliban vorrücken.
| Regie | Shahrbanoo Sadat |
|---|---|
| Besetzung | Shahrbanoo Sadat, Anwar Hashimi, Liam Hussaini, Yasin Negah, Torkan Omari, Fatima Hassani, Ahmad Azizi, Masihullah Tajzaj, Laila Mahmudi, Farzad Hamidpadgan |
| Produktion | DE/FR/NO/DK/AF 2026 |
| Länge | 103 Min |
| Sprachfassung | OmeU |
NRW-Premiere / Wiederholung Festival-Eröffnungsfilm