
1982 startet der französische Premierminister François Mitterand einen Wettbewerb für ein Monument in der Hauptstadt Frankreichs anlässlich des 200. Jahrestages der Französischen Revolution. Die Wahl fällt überraschend auf den eher unbekannten dänischen Architekten Otto von Spreckelsen, der bislang nur vier Kirchen und sein eigenes Zuhause entworfen hat. Ihm an die Seite gestellt wird der Bürokrat Jean-Louis Subilon, der zwischen dem Architekten und dem Premierminister zu vermitteln versucht, und sein französischer Kollege Paul Andreu, dessen Design für den Flughafen Paris-Charles-de-Gaulle von Spreckelsen sehr bewundert.
Dennoch sind auf der Baustelle des riesigen Kubus oder der „Arche“, wie Andreu das Bauwerk nennt, Streitereien und Meinungsverschiedenheiten an der Tagesordnung. Von Spreckelsen muss seinen Entwurf immer wieder verteidigen, was ihm mit der Zeit zuwider wird. Zudem verändert sich in Frankreich das politische Klima – das Projekt gerät in Gefahr.
Künstlerische Vision, politische Agenda und persönliche Eitelkeit aufeinander: Claes Bang spielt von Spreckelsen als einen kompromisslosen Künstler; Xavier Dolan und Swann Arlaud stellen Figuren dar, die einerseits der Welt der Politik entspringen und andererseits eher praktisch und funktional an ein solches Projekt herangehen. In seiner Detailbesessenheit und Kompromisslosigkeit könnte von Spreckelsen ein Bruder im Geiste von Lászlo Tóth sein, der Architekt in Brady Corbets „The Brutalist“ – nur dass von Spreckelsen tatsächlich existiert hat.
Im Rahmen der „Kölner Kino Nächte 2026“ – Weltpremiere im Wettbewerb der Internationalen Filmfestspiele in Cannes 2025 und bisher in Deutschland unveröffentlicht!
| Regie | Stéphane Demoustier |
|---|---|
| Besetzung | Claes Bang, Sidse Babett Knudsen, Xavier Dolan, Michel Fau, Swann Arlaud |
| Produktion | DK/F 2025 |
| Länge | 106 Min |
| Sprachfassung | OmeU |
Ticketlink folgt