
Über fünf Jahre dokumentiert Pepa Lubojacki vier Familienmitglieder, allen voran Bruder David, der alkoholabhängig und wohnungslos ist. In einer brutal ehrlichen, tagebuchartigen Collage unternimmt Lubojacki den Versuch, die Wurzeln generationenübergreifender Traumata freizulegen, die ihren Ausdruck immer wieder in schweren Suchterkrankungen finden. Dabei verschmelzen Textskulpturen, Langzeitbeobachtung, Synthie-Beats und mit KI animierte Fotos aus der Kindheit zu einer markant-verspielten, schonungslosen und doch liebenden Offenlegung.
If Pigeons Turned to Gold ist Kapitulation und Hoffnungsschimmer gleichermaßen, Kraftakt und Lösungsprozess. Pepa Lubojacki bringt die Vergangenheit zum Sprechen und schafft auf diese Weise einen Kontext, der David und die ebenfalls suchtkranken Cousins dem richtenden Urteil der Außenwelt entzieht – und auch deren Ignoranz. Nicht auf der Suche nach Schuld sondern nach Heilung, steht am Ende die Möglichkeit einer Transformation und die Frage, wo Liebe endet, Kontrolle beginnt und was Respekt wirklich verlangt: zu retten oder loszulassen.
Tschechiens Kandidat um den Oscar für den besten internationalen Film.
| Regie | Pepa Lubojacki |
|---|---|
| Besetzung | David Lubojacki, Marco Arnone, David Richter, Pepa Lubojacki |
| Produktion | CS/SLO 2026 |
| Länge | 110 Min |
| Sprachfassung | OmdtU |
| FSK | Sehenswert ab 16 |
Die Regisseurin Pepa Lubojacki wird für ein anschließendes Filmgespräch zu Gast sein
Gefördert durch: Kulturamt Stadt Köln
In Kooperation mit: dfi und Filmbüro NW