
Rosa steigt hinab in ihre Kindheit, zu jenen Momenten, als ihre Mutter inhaftiert wurde, beschuldigt, den Mann ihrer Nachbarin getötet zu haben. Jahrzehnte später begibt sie sich mit der Mutter, die sie nie wirklich hatte, auf eine magisch-realistische Reise, um endlich schöne Erinnerungen wiederzufinden – durch die Landschaften Nordbrasiliens und jene ihres Seelenlebens. Auf schimmernden Hügeln, im gleißenden Wüstenlicht, im klapprigen Hot Dog Van und im farbkräftigen Motel- und Barambiente verläuft dieser Roadtrip.
Janaína Marques‘ Debütfilm lebt von der Anverwandlung und Verschränkung der Rollen, verhandelt tiefe Verunsicherung und die Weitergabe von Urteilen, und führt über brasilianische Gelassenheit zu queerer Zärtlichkeit und Heilung. Mit dem Mut zum fragmentarisch-zyklischen Erzählen, mit viel Suspense, Soundscape und Film-Referenzen sowie zwei tollen Darstellerinnen baut Marques eine Rakete, in der Wunden und Stärkung, Mütter und Töchter sowie Frauenleben und Wärme ihren Platz finden. (Christiane Büchner, Barbara Wurm)
| Regie | Janaína Marques |
|---|---|
| Besetzung | Verônica Cavalcanti, Luciana Souza, Fabíola Líper, Christiane de Lavor, Ridson Reis |
| Produktion | BRA 2026 |
| Länge | 92 Min |
| Sprachfassung | OmeU |