
Auf einem ehemaligen Stahlwerksgelände in Dortmund wird über viele Jahre ein neuer Stadtteil gebaut. Den Mittelpunkt bildet ein künstlicher See, an dessen Ufern luxuriöse Wohnungen entstehen. Die Menschen in der Umgebung, die dort wohnen und arbeiteten, können sich das Wohnen am See nicht leisten. Planer und Anwohner*innen, Visionäre und Zweifler werden zu Gewinnern und Verlierern dessen, was man gesellschaftlichen Fortschritt nennt.
„Göttliche Lage“ besichtigt, höchst anschaulich, die postindustriellen Lebenswelten des Ruhrgebiets, wobei die Dinge unkommentiert für sich sprechen. Zu sehen und zu hören gibt es genug, denn Franke und Loeken durften das Bauprojekt in allen Phasen und auch bei internen Besprechungen begleiten. Diese ungewöhnlich offenen Einblicke in den Kosmos der Bauleute machen ihren Film zu einem Lehrstück darüber, wie marketingorientiertes Denken längst auch öffentliche Großprojekte bestimmt.
„Ein großartiges Lehrstück, mit wunderbarem Gespür für die sozialen Umbrüche, mit klarem Auge für das, was vor sich geht. Der Film lässt uns in jeder Hinsicht – intellektuell wie visuell – begreifen, was Strukturwandel bedeutet.“ Jurybegründung Grimme-Preis
| Regie | Michael Loeken, Ulrike Franke |
|---|---|
| Besetzung | Ursula Klischan, Heinz Hüppe, Ludger Schürholz, Frank A. Kirsch, Larry Hagman u.a. |
| Produktion | D 2014 |
| Länge | 104 Min |
| Sprachfassung | dtOV |