
Für sein Filmprojekt „12 ASTERISCI“ (nach den zwölf Sternen auf der Europaflagge) hat Telemach Wiesinger zahlreiche Orte an Binnen- und Außengrenzen der Europäischen Gemeinschaft aufgesucht und diese mithilfe seiner 16mm-Filmkamera in scheinbar entrückte Schwarzweiß-Schauplätze verwandelt. Den aktuellen, tagespolitischen Debatten enthoben, offenbaren die zuweilen archaisch anmutenden Artefakte den anachronistischen Charakter dieser letztlich willkürlichen Grenzziehungen und Abgrenzungen. Dabei versetzt die Montage die Schauplätze in einen kontinuierlichen „Flow“. Diese offene, experimentelle Form bewirkt, die Grenzen visuell zu verflüssigen und ihr starres Reglement in der Wahrnehmung des Publikums dadurch ästhetisch zu überwinden.
12 ASTERISCI erhielt auf internationalen Filmfestivals zahlreiche Preise, unter anderem den Preis der Italienischen Filmkritik SNCCI und den Preis des Internationalen Wettbewerbs beim 61. Mostra Internationale del Nuevo Cinema Pesaro. "Für seine Fähigkeit, durch Bilder, die gleichzeitig konkret und symbolisch sind, die gegenwärtige politische und (anti-)menschliche Entwicklung aufzuzeigen. Darüber hinaus ruft der Autor dank der vielschichtigen Arbeit am Ton eine historische Dimension hervor, die es der Vergangenheit ermöglicht, sich in der Gegenwart zu spiegeln, und beunruhigende Fragen über die Zukunft aufwirft.“ - Preis der Italienischen Filmkritik SNCCI
| Regie | Telemach Wiesinger |
|---|---|
| Produktion | D 2025 |
| Länge | 60 Min |
| Sprachfassung | ohne Dialoge |
Regisseur Telemach Wiesinger ist heute zu Gast im Filmhaus