
Das Filmhaus Mentoring Programm 2025/26 begleitete acht Menschen unter 30 Jahren auf ihrem Weg zum ersten dokumentarischen Kurzfilm. Dabei haben sich die Teilnehmer*innen gesellschaftlich relevanten und persönlichen Themen gestellt und im Prozess gestalterische und handwerkliche Fähigkeiten angeeignet. Am Wochenende (20./21. Juni) werden die Ergebnisse aus dem 5. Jahrgang des Programms präsentiert:
Kurz-Dokumentarfilme am Samstag (20. Juni 2026) um 12:30 Uhr
Dimi von Danylo Pelekhatyi | 20min
Dima berichtet von den ersten Kriegstagen in Kupjansk, vom Abschied seiner Familie und von der schwierigen Entscheidung, seine Heimat zu verlassen. Persönlich und eindringlich schildert der Film die emotionale Belastung des Exils – und stellt am Ende die zentrale Frage: Fühlt er Schuld gegenüber denjenigen, die geblieben sind?
Sorge tragen von Jules Duffner | 28min
Seit über 65 Jahren lebt Irma in dem Haus, in das sie einst als junge Frau mit ihrem frisch angetrauten Ehemann eingezogen ist. Doch wie lässt sich im Alter der Alltag zu zweit bestreiten, wenn gewohnte Abläufe nicht mehr funktionieren?
Der Film folgt Irma und ihrer Enkelin Ramona, die durch ihre Erfahrungen als Pflegefachkraft den Blick öffnet auf ein System, das auf unsichtbarer Arbeit, emotionaler Verantwortung und oft auch migrantischer Care-Arbeit beruht.
“Du hattest deine Chance” von Amélie Achouri | 20min
Drei Generationen einer Familie mit Migrationsgeschichte: Als Gastarbeiter nach Deutschland zu kommen um seiner Familie ein stabiles Leben zu ermöglichen, stellt sich als große Herausforderung dar. Genauso, wie in den 70er Jahren als einziger Ausländer in der Schulklasse zu sitzen, sich für sein Anderssein zu schämen und nur davon zu träumen, dazuzugehören. In den 2000er Jahren in Deutschland aufzuwachsen und den gesellschaftlichen Wandel mitzuerleben. Hat sich wirklich etwas verändert oder zeigt sich der Rassismus nur subtiler?
Häs do minge Sonn gesinn? von Pi Schmidt | 13min
Freitagnacht in der Kneipe. Zwischen Kölsch, Spielautomaten und Karnevalsorden treffen wir Menschen auf der Suche nach Nähe, Austausch und Gemeinschaft – nach etwas, das irgendwie weniger wird. Das ist so ein Ort, um sich ein bisschen vor der Welt zu verkriechen. Für manche ein zweites Wohnzimmer, in dem Generationen aufeinandertreffen und sich das Veedel noch begegnet. Dabei geht es um die Frage, was Menschen zusammenbringt, obwohl sie so vieles voneinander trennt.
Die künstlerische Leitung des Mentoring Programms sind Florian Schmitz und Till Gombert. Als Mentor:innen wirkten Serpil Turhan, Lisa Bühl und Hamed Mohammadi mit.