
01. Oktober, 17:00
Mit dem Begriff „Naza“ bezeichnen das israelische Militär und der Geheimdienst Kollateralschäden unter Zivilisten. Der Dokumentarfilm präsentiert Interviews mit Soldaten und Geheimdienstmitarbeitern, die angeben, nach dem Terroranschlag vom 7. Oktober 2023 in Angriffe auf den Gazastreifen und Hamas-Mitglieder involviert gewesen zu sein. Nachts auf einem Dach in Tel Aviv gefilmt und ohne die Identität der Interviewpartner preiszugeben, versammelt der Film Aussagen, in denen es um das In-Kauf-Nehmen ziviler Opfer bei der Eliminierung von Hamas-Terroristen ebenso geht wie um die als systematisch beschriebene Zerstörung bestimmter Gebiete im Gazastreifen. Trotz seiner nüchtern-schlichten Erzählweise ein erschütternder Film, der über seine Bestandsaufnahme der Vorgehensweise der israelischen Streitkräfte auszuloten versucht, wie es dazu kommen konnte und welche Denkmuster diejenigen, die sie durchführen, antreiben. Unter journalistischen Gesichtspunkten ist seine Vorgehensweise durch die Verschleierung der Zeugen gleichwohl angreifbar, zudem lässt sich ihm Einseitigkeit vorhalten, da er die Frage nach Verbrechen der palästinensischen Seite im Gazakrieg ausblendet (Filmdienst.de).
Zum Kinostart zeigen wir NAZA heute zwei Mal: Um 19 Uhr und um 20:45 Uhr
In Zusammenarbeit mit dem „Palestine Comedy Club“.