
Der 3. Jahrgang des Mentoring-Programms des Filmhaus Köln präsentiert seine Arbeit! Entstanden sind neun Filme, die nun im Filmhaus am Wochenende 6. und 7. Juli 2024 ihre Premiere feiern. In sehr unterschiedlicher Form erzählen die diesjährigen Filme große gesellschaftspolitische Themen wie Familie, Migration oder auch Gender in ihren jeweiligen - oft sehr persönlichen - Welten.
Block 2: Sonntag, 7. Juli 12:00 - 15:00 Uhr Tickets nur online
IRGENDWANN von Lea Zehringer (Dokumentarfilm, 37 min., 2024)
Auf der Suche nach Liebe ist die Protagonistin konfrontiert mit der Angst, was das alles mit sich ziehen könnte. Durch ehrliche Gespräche und intensive Einblicke in ihre Vergangenheit, vermittelt der Dokumentarfilm "Irgendwann" die Bedeutsamkeit von Selbstakzeptanz sowie dem Mut, sich zu öffnen.
NACH HAUSE von Roza Çelik (Dokumentarfilm, 24 min., 2024)
Der Dokumentarfilm "Nach Hause" erzählt die bewegenden Geschichten von Kindern aus Kriegs- und Krisengebieten wie Afghanistan, Usbekistan, Tadschikistan und Angola. Diese Kinder werden ohne ihre Eltern nach Deutschland gebracht, um medizinisch behandelt zu werden. Während ihrer Genesung in Deutschland lernen sie, mit Kindern anderer Nationen auszukommen und Deutsch zu sprechen.Durch Interviews mit Betreuern und den Kindern selbst vermittelt der Film die Herausforderungen und Triumphe dieser jungen Patienten. Er zeigt die Kraft der Menschlichkeit und des Mitgefühls, die über kulturelle und sprachliche Grenzen hinweg wirken, und gibt einen tiefen Einblick in die Möglichkeiten und Grenzen.
TRÄUM SIND NACHTS NICHT KLAR! von Haniyeh Akbari Mousavi (Dokumentarfilm, 72 min., 2024)
"Vage Nachtträume" werden als Träume und Vorstellungen beschrieben, die verschwommen, unklar oder schwer greifbar sind. Diese Nachtträume symbolisieren meine Sehnsüchte, Wünsche und inneren Konflikte, die noch nicht klar definiert oder verstanden sind. Ich werde mit diffusen Emotionen, vagen Erinnerungen und unscharfen Zielen konfrontiert. Ich versuche, diese zu verstehen und zu verarbeiten. Während dieses Prozesses werde ich gezwungen, mich von bestimmten Erinnerungen von Iran zu verabschieden, um Platz für einen Neuanfang in Deutschland zu schaffen.
Mit dem Mentoring-Programm des Filmhaus Köln werden insbesondere Menschen ab 18 Jahren unterstützt, die bisher nicht die Möglichkeit hatten, sich als Filmemacher*innen auszuprobieren. Zu Beginn des Programms machten sich die Teilnehmenden in einer Workshop-Reihe mit Dramaturgie, Regie, Schnitt und anderem Handwerkszeug des dokumentarischen Arbeitens vertraut. Hierfür veranstaltete das Filmhaus Köln sechs Workshops mit Expert*innen aus den Bereichen Ideenentwicklung, Kamera, Regie, Ton und Schnitt. Während der Entstehung der Filme standen die Mentor*innen den Teilnehmenden weiterhin mit Rat und Tat zur Seite.