Homochrom Couchgespräch

24. August, 17:00

 "Queer in Köln" - Homochrom Couchgespräche | Leben und Wirken: Wally Bockmayer und Rolf Bührmann

Im Rahmen des Stadtgeschichte-Projekts „Queer wie Köln“ (gefördert durch die Stadt Köln und das Kölnische Stadtmuseum) führt der Verein homochrom mit der Reihe „Couchgespräche“ seit 2019 Zeitzeug*innen Gespräche durch, die in Wort, Bild und Ton festgehalten werden und Teil des queeren Mediathek Projekts „Living Library“ sind. Ein Teil der Gespräche ist auf der Seite living-library.eu veröffentlicht.

Die „Couchgespräche“-Veranstaltungen im Filmhaus befassen sich mit queeren Menschen, welche die Kunst- und Kulturwelt prägten und wie sich dies umgekehrt auf die queere Kölner Szene auswirkte.

 

Gäste: 

  • Berthold Bell (Darsteller Bockmayer-Film: „Salzstangengeschrei“ 1976, Filmkritiker KStA)
  • Ralf Borgartz (Darsteller „Jebohnert op Kölsch“ Bockmayer-Musical, Nachfolger Scala Theater)
  • Arne Hoffmann (Nachfolger Scala Theater, Archivar diverser Erinnerungsstücke aus dem Bockmayer-Nachlass)
  • Georg Schnitzler (Darsteller in „Sissi – Beuteljahre einer Kaiserin“)
  • Alex Moll (Inhaber Filmdose, dort mit Unterbrechung seit 1980 tätig – damaliger Wirt Bockmayer, Darsteller in „Sissi – Beuteljahre einer Kaiserin“)
  • Jo Goertz (Fotografin, Freundschaft mit Bockmayer)

 

Moderation:  Jürgen Künz, Martin Wolkner

 

Unsere Zeitzeug*innen berichten von ihren Erlebnissen mit Wally Bockmayer und Rolf Bührmann, von den 70ern bis in die 2000er, vom Film über Theater bis hin zu privaten Anekdoten. Der Gesprächsabend soll sich in bis zu vier Teilen, jeweils mit zwei oder drei Gästen und von verschiedenen Moderator*innen moderiert, mit den unterschiedlichen Lebens- und Schaffensphasen von Wally und Rolf befassen. Eine Entenfilmproduktion (Bockmayer und Bührmann) wird am ersten Septemberwochenende im Filmhauskino gezeigt. Der Eintrittspreis für Talk und Film als Kombiticket beträgt 12 Euro.

Walter "Wally" Bockmayer (1948-2014) war eine Kölner Institution. Er konnte wahrhaftig auf ein bewegtes Leben zurückblicken. Ob abgebrochene Kaufmannslehre, Küchenhilfe in den USA, Stricher oder Theatergarderobier, als junger Mann in den 60ern war sein "berufliches Leben" alles andere als alltäglich. Mit seinem Lebenspartner, Rolf Bührmann, widmete sich Wally ab den 70ern der Film- und Theaterwelt. Knapp zwanzig Filme haben Wally und Rolf herausgebracht, zumeist mit der eigenen Firma "Entenproduktion". Schrille Filme wie "Jane bleibt Jane", "Kiez", "Looping", Flammende Herzen" oder "Geierwally" erreichten Kultstatus und gewannen zweimal den Bundesfilmpreis sowie den Kritikerpreis Locarno.

Ob "Filmdose", "Kaiserhof Theater" oder "Scala", die Wirkungsstätten von Bockmayer und Bührmann zogen das Publikum geradezu magisch an. Viele SchauspielerInnen verdanken den Beiden die Basis für ihre Selbstständigkeit und reichlich Lehrstunden als Comedians.

Für einige, wie Veronica Ferres, Hella von Sinnen, Ralph Morgenstern und Dirk Bach, war die Möglichkeit als Darsteller im Film oder am Theater mitzuwirken, das Sprungbrett um eine bundesweite Bekanntheit zu erlangen.

Foto ©Jo Goertz
 

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