Acht Stunden sind kein Tag

26. Januar, 12:30

… aber genug für eine frühzeitig abgesetzte Serie

Freitag, 26.01 & Samstag, 27.01.2024

Dort wo etliche türkische Arbeiter 1973 in den Streik traten, recherchierte einige Jahre zuvor auch Rainer Werner Fassbinder für eine WDR-Serie: In den Werkshallen von Ford. 

«Acht Stunden sind kein Tag» war der erste Versuch, die Alltagsrealitäten von Arbeiter*innen in das Format der TV-Familienserie zu überführen. Doch von dem späteren Aufruhr der migrantischen Arbeiter findet sich darin keinerlei Spur. Vielmehr sind die ausländischen Kollegen in der Serie nicht selten bloß Stichwortgeber für Parolen des Arbeitskampfs. 

Diesen Umstand nehmen wir zum Anlass uns die WDR-Produktion näher anzusehen. 1972, zur Erstausstrahlung, war die Serie bei Kritiker*innen wie Publikum umstritten, erfreute sich dennoch sehr hoher Zuschauer*innenzahlen und wurde nach der 5. Folge überraschend abgesetzt. Der WDR hatte die Produktion drei weiterer Folgen gestoppt. 

In dem zweitägigen Workshop werden wir alle Folgen gemeinsam sichten, um in Diskussionen, im Vergleich zu anderen Filmen und in der Begegnung mit zeitgenössischen Kritiken aus der Gegenwart heraus zu fragen: Was kann ein 50 Jahre altes Fernsehformat uns heute noch über Arbeitsverhältnisse und Klassenkampf erzählen? Was war damals progressiv und wessen Realitäten wurden dennoch ausgespart?

BEGLEITUNG
Alejandro Bachmann

WORKSHOPZEITEN
Freitag, 13:30 – 20:30 Uhr
Samstag, 10:30 – 21:30 Uhr

TEILNAHMEGEBÜHR
25 € für Kaffee, Tee und kalte Verpflegung während des Workshops

ANMELDUNG
Über Rausgegangen
bis zum 18. Januar

FRAGEN
filmbildung@filmhaus-koeln.de

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